Vergessene Orte (I): Ein Stück Sowjetunion im märkischen Sand

Zwischen Potsdam und Michendorf, direkt an der B2, liegt ein alter sowjetischer Soldatenfriedhof. Im tauenden Schnee finden sich kaum Fußspuren, seit Tagen war hier außer dem Friedhofswart wohl niemand gewesen.

Jedes Grab hat eine große Grabplatte, die wie eine Bettdecke im Sandboden liegt. Der eigentliche Grabstein liegt am Kopfende der Platte, wie ein Kissen. So liegen sie da, die Toten, in langen Reihen, schnurgerade ausgerichtet, wie eine Kompanie beim Morgenappell. Und doch ist kein Grab gleich. Manche Soldaten haben einen Gedenkstein bekommen. Auf anderen Gräbern haben Menschen vor Monaten einmal Blumen gepflanzt. Manche Grabsteine sind neu, andere Grabstätten sind mit Moos überwuchert und drohen im Waldboden zu versinken. Sie sollten einmal gleich sein, im Tod: die Soldaten der Sowjetarmee. Doch der märkische Sand weiß genau, an welchen der Männer sich noch jemand erinnert.

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