Fürstenwalde-Erkner

Den ganzen Tag bin ich durch den Wald gelaufen. Zwanzig Kilometer zu Fuß, und nur einmal konnte ich durch die Bäume ein paar Straßenlaternen sehen. Je näher ich Berlin komme, desto einsamer wird Brandenburg.

Ich habe keine Angst im Wald: Aufgewachsen bin ich dort, wo es fast ebenso viele Wälder und Äcker wie in Brandeburg gibt. Ich kann das Rascheln im Laub und das Maunzen im Geäst einordnen. Ich fühle mich sogar dabei wohl, von so viel unsichtbaren Leben umgeben zu sein. Und doch bleibt ein gewisser Respekt vor den brandenburgischen Wäldern, was mit ihrer schieren Dimension zu tun hat: Einen ganzen Tag kann man hier laufend verbringen, ohne einen Menschen zu sehen. Einen Tag auf Eis und Schnee, bei Minustemperaturen, ohne Handyempfang. Ich habe einen kleinen Satellitenempfänger dabei, der mir im Notfall den Weg durch den Wald weisen soll. Aber auch der funktionierte zwischen Fürstenwalde und Erkner nicht.

Am Ende war es ein Rennen nach Berlin. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ab jetzt wird meine Reise urban.

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